Geschichte zum Thema Windkraft in Klinkrade

Aus „Klinkrade.de“ vom 13.11.2011: Abstimmungsleiter Christian Sparbier verkündete mit dem Ab-stimmungsergebnis das faktische Ende aller aktuellen Bestrebungen, in Klinkrade einen Bürgerwindpark zu errichten. Wahlberechtigte: 491

Abgegeb. Stimmen: 377 (76,8 %)
Davon stimmten: ungült.: 1 (0,3 %)
mit "Ja": 136 (35,8 %)
mit "Nein": 241 (63,9 %)“

Vor dem Hintergrund der letztjährigen Diskussion seien diese Daten noch einmal ins Gedächtnis gerufen. Genauso wie die Tatsache, dass unsere Gemeindevertretung so weise war, uns Klinkrader abstimmen zu lassen und dann das Wahlergebnis als demokratischen Prozess zu akzeptieren.

Die Schleswig Holsteinische Landesregierung hielt sich ebenfalls daran und sparte Gemeinden, die sich gegen WKA in ihrer Nähe ausgesprochen haben, in der Fortschreibung der Regionalpläne für den WKA-Ausbau aus.

Einige Leute und Gemeinden im Lande fühlten sich benachteiligt. So klagten sie gegen die Landesregierung. Das Urteil des OVG Schleswig-Holstein vom 21.01.2015, gab Ihnen weitgehend recht. Somit war das Thema Windkraft auch in Klinkrade und Umgebung wieder aktuell.

Emotionale Debatten bei den Gemeinderatssitzungen, Zwischenrufe aus der Zuhörerschaft, verbale Entgleisungen, Rücktritte von Gemeindevertretern waren die Folge dessen, dass Windkraft­projektierer wieder durch die Lande zogen und versuchten, infrage kommende Landeigentümer durch hohe Pachtzahlungen zu ködern. Da es sich um eine mit den Nachbardörfern zusammen­hängende Fläche handelt, spielte sich in Düchelsdorf und Sierksrade Ähnliches ab.

Die AAW versuchte, entgegen der Mehrheit der Einwohner/innen Klinkrades mit aller Macht ein Signal Pro-Windkraft nach außen zu senden. Erst ein von der KfK initiiertes Bürgerbegehren und eine erneut drohende klare Mehrheit gegen die Errichtung von WKA bewegte die AAW-Fraktion zum Einlenken. Mit dazu bei trug wohl auch die Tatsache, dass alle umliegenden Dörfer sich ohne Ausnahme dagegen ausgesprochen haben. Selbst Befürworter auf Amtsebene boten den Dörfern Argumentationshilfe gegen den WKA-Bau an.

Die Fläche am Fliegenberg ist vorerst aus den Karten der Landesplanung verschwunden. Diesen Erfolg können wir für uns als KfK-Wählergruppe verbuchen, nicht zuletzt dank des großen Rückhalts in der Einwohnerschaft.

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