Es kehrt ein: Die Vernunft!

Über unzählige Jahre hinweg haben wir bis an die Grenze zur Resignation dafür plädiert, den Bau von zusätzlichen Windrädern zu stoppen, solange es keine ausreichende Netzkapazität gibt, die dafür sorgt, dass der produzierte Strom komplett verwertet werden kann. Es sieht so aus, als ob diese Forderung der bundesweit organisierten Gegner dieser aktuellen Praxis Gehör bei den politisch Verantwortlichen im Wirtschaftsministerium findet. Endlich kommt man dort zur Einsicht, dass über zwei Milliarden Euro Kosten für die Abregelung (Redispatch) zu viel sind. So soll es zukünftig keine Zuschüsse und Abnahmegarantien mehr für neu gebaute Windräder geben, jedenfalls so lange, bis die Stromnetze bis zu einer ausreichenden Kapazität ausgebaut worden sind. Diese Regelung soll übrigens nur dort gelten, wo es regelmäßig zu Netzüberlastungen kommt, also in erster Linie den norddeutschen Bundesländern. Einen Tagesschaubericht zum Gesetzentwurf findet Ihr/finden Sie hier, einen Artikel des Manager Magazins hier:

Was machen nun die bisherigen Profiteure dieser verfehlten Politik? Sie schwingen die Keule! „Reiche blockiert die Energiewende.“ „Die Erneuerbaren werden abgeschafft“. Ein weiteres Beispiel findet Ihr/finden Sie unten.

Wenn die Gewinnaussichten erheblich geschmälert werden, ist eben keine Muße mehr da, das Vorhaben Katherina Reiches differenziert zu betrachten.

Wir erleben es hautnah vor unserer Tür: Im Kastorfer Windpark standen bislang sieben WEA, die laufend abgeschaltet werden mussten, weil sie zu viel Strom produzierten. Im letzten Jahr wurden zwei Anlagen dazu gebaut, die nun ebenfalls ständig stillstehen, aber den Betreibern trotzdem Geld einbringen. Redispatchkosten, die von uns als Stromkunden bezahlt werden müssen. Einen anschaulichen Beitrag auf unserer Seite findet Ihr/finden Sie hier:

Nun sollen insgesamt neun weitere Anlagen bei uns, in 2000 Metern Entfernung, zusätzlich gebaut werden. Die Fa. GP Joule musste bei der letzten Sitzung der Gemeindevertretung einräumen, dass erst die Elbe-Lübeck Stromleitung fertig sein muss, bevor überhaupt gebaut werden kann, was anschaulich den gesamtwirtschaftlichen Unsinn dieses Vorhabens dokumentiert.

Hier vor Ort versuchen nun die Landeigentümer und Betreiber ihre, in Form riesiger Gewinne davonschwimmenden Felle einzuholen. Ein Mitglied der Gemeindevertretung trat zurück, weil er sich durch seine Befangenheit bei Abstimmungen zur Windkraft auf unserem Gemeindegebiet offensichtlich aus der Schusslinie bringen will, denn die Kommunalaufsicht ist bereits auf diesen Verstoß gegen das Kommunalrecht aufmerksam geworden.

Es besteht eine berechtigte Hoffnung, dass das Gesetz unserer Wirtschaftsministerin beschlossen wird und somit für lange Zeit für Ruhe auf den kommunalen Ebenen, also auch bei uns, sorgen wird.

Zurück

Copyright © Klinkrader für Klinkrade e.V.